Thea Dorn

Bei Menschen, die in einer Sache etwas Richtiges sagen, bin ich immer maßlos enttäuscht, wenn sie dann ärgerliche Sachen auf anderen Gebieten erzählen. Und selten kommen gut und schlecht so oft im Doppelpack wie beim Feminismus. Thea Dorn ist eine der wenigen Menschen in Deutschland, die ein großes Publikum hat und trotzdem quasi reihenweise sinnvolle Dinge über den Feminismus zu sagen hat. Ob sie über Eva Hermann oder über den Feminismus allgemein spricht, es ist immer ziemlich genau und zutreffend, was sie zu sagen hat, aber wenn man sie nur ein bißchen läßt, sagt sie im Anschluß immer noch etwas über den Islam. Der scheint ja ohnehin heute in jedes Diskussionseckchen zu passen, neuerdings auch in die Anti-Pauli-Hetze der Welt . Bei Thea Dorn fängt das dann bei wohlfeilem Muslim-Bashing an und hört damit auf, daß man in der Bücherfernsehsendung die man ganz anständig moderiert, dem unsäglichen Herrn Broder Zeit, Raum und Lob für seine wirklich übelriechende Dummheit gibt. Diese Menschen, die Schwierigkeiten mit komplexen Sachverhalten haben und dann gerne den anderen die Beschränktheit vorwerfen, die sie selbst zur Schau tragen. Beim Herrn Broder ist da schon nichts mehr zu hoffen. Aber Thea Dorn? Womit wir beim Ausgangsärger wären. Wieso können Menschen, die sich bei einem wichtigen und schwierigen Sachverhalt vernünftig aufführen, das nicht auch bei anderen tun?
Furchtbar, das.

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