Wenn dagegen mit dem Begriff ‘Holocaust’ eine auch nur entfernte Verbindung zwischen Auschwitz und biblischem olah, zwischen dem Tod in den Gaskammern und der “vollkommenen Hingabe an heilige und höhere Ziele” hergestellt wird, dann kann das nur wie Hohn klingen. Dieser Ausdruck schließt nicht nur einen unannehmbaren Vergleich von Krematorien und Altären ein, sondern auch eine von Anfang an antijüdisch gefärbte Bedeutungsgeschichte. [...] Wer ihn weiterhin verwendet, beweist Unwissenheit oder Mangel an Sensibilität oder beides.
Giorgio Agamben, Was von Auschwitz bleibt: Das Archiv und der Zeuge (Homo Sacer III)

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