Going to the movies

Hm. In der Dutch News dies

Entertainment entrepreneur Harry de Winter has taken out a page-wide advert on the front page of Monday’s Volkskrant newspaper accusing MP Geert Wilders of racism.

‘If Wilders said the same about Jews and the Old Testament as he does about Muslims (and the Koran) he would have been long picked up and sentenced for anti-semitism,’ the advert reads.

Zusammen mit der überwältigend negativen Berichterstattung von Publikationen wie Spiegel Online, die sonst eigentlich recht zuverlässig das Abendland verteidigen, es scheint, als ob Broder mal recht hat? Er schreibt nämlich

Geert Wilders mag vieles sein – selbstbewusst bis an die Grenze der Eitelkeit, borniert bis an den Rand der Selbstaufgabe. Ein “Rechtspopulist” ist er nicht. Erstens ist er ein radikaler Liberaler, zweitens ist das, was er gerade macht, extrem unpopulär.

Das und das was folgt, muß Broder natürlich schreiben, damit er sich selbst eine Rechtspopulismusfreiheit bescheinigen kann. Aber trotzdem: hat er nicht recht? Selbstverständlich hat er nicht recht, denn, wie eine von Broder selbst verlinkte Besprechung des Films feststellt:

Doch wie soll sich ein westliches Publikum, das mit den aufwendig inszenierten Bilderwelten Hollywoods groß geworden ist, mit dieser dilettantisch inszenierten, antiquierten Hauruck-Ästhetik politisch mobilisieren lassen, die Wilders in “Fitna” bietet?

Es ist die Form des Produkts, die Geert Wilders Film auf solche zurückhaltende und -weisende Reaktionen treffen läßt. Längst gibt es populärere und besser gemachte filmische Formulierungen der selben haßerfüllten Idee, etwa Edward Zwick’s Film The Siege. All das ist längst ein gängiges und beliebtes Element der Populärkultur und nur das dumpfe Vorgehen Geert Wilders ist es, das die Leute zurückstößt. Inhaltlich liegen sie voll auf seiner Linie, und es ist keine wilde Zusatzannahme, daß Wilders, wie schon beim Streit um den EU Beitritt, diese ‘Volksmeinung’ seinen Parolen zugrunde legt. Das würde ihn tatsächlich zum Populisten machen, ob Herr Broder das glaubt oder nicht. Der andere Aspekt, das mit dem Rechtspopulisten, da liefert Broder selbst die besten Gegenargumente und ich kann nur auf den werten Herrn zurückverweisen.

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4 thoughts on “Going to the movies

  1. Nuja. Der entscheidende Unterschied zwischen den Hollywoodschinken und den Bildern die Wilders verwendet hat ist dass die letzteren authentisch sind. Keine Schauspieler, sondern Menschen die das leben was sie sagen.

  2. Muß man das noch erklären? Echte Haßprediger für realexistierendes Haßpublikum (welches in einigen der Memri-Clips aus denen Wilders zitiert auch zu sehen ist), nicht bloß leeres Theater für irgendwelche Oskars.

  3. Daß du darauf hinauswillst war mir klar, ich sagte ja “naiv”.

    Leeres heater für Oscars? Wie wenig kann man verstehen? Filme werden hauptsächlich für Publikum gedreht und es hilft dir vielleicht, wenn du tatsächlich mal ‘Film’ mit ‘Theater’ ersetzt, um zu verstehen.

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