Machen Sie sich mal frei!

SPON über eine Entwicklung in Schweden

“Bara Bröst” heißt die Gruppe – “bloße Brust”. Ungewöhnlich für eine Feministinnenorganisation, doch tatsächlich ist das ihre Mission: Sie wollen sich entblößen dürfen. In Schwimmbädern. Männer dürften dort schließlich auch oben ohne herumlaufen. Das sei diskriminierend, ausgerechnet im liberalen Schweden.

Jetzt feiert “Bara Bröst” ihren bisher größten Erfolg: Die erste öffentliche Schwimmhalle hat nachgegeben – im nordschwedischen Sundsvall. […]

Die Frauen feiern ihren Erfolg, denn sie haben monatelang dafür gestritten. Im Herbst hatten die Aktivistinnen damit begonnen, gruppenweise Schwimmhallen in schwedischen Städten zu stürmen. Ohne Oberteil. […]

Die Aktionen endeten jedes Mal mit einem Rausschmiss durch die Bademeister: Die fürchteten, dass gerade die männlichen Gäste abgelenkt würden. Daraufhin zeigten die Frauen die Bademeister bei der staatlichen Antidiskriminierungsbehörde an – die sich weigerte, die Anzeige aufzugreifen.

Warum unbedingt oben ohne? Die jungen Frauen sehen den Zwang, ihre Brust zu bedecken, als Symptom der Übersexualisierung von Frauenkörpern. “Es ist diskriminierend, dass Frauen ein Oberteil an der Badebekleidung haben müssen, während Männer mit freier Brust baden dürfen”, sagte die Aktivistin Sanna Ferm der Sundsvaller Lokalzeitung “Dagbladet”. Beim Schwimmen sehe man den Busen ja gar nicht, argumentierten die Frauen. Die Aktionen sollten eine öffentliche Debatte anstoßen und dazu beitragen, dass weibliche Formen endlich sexuell “entdramatisiert” werden.

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