Antikommunismus wie üblich

vor über einer woche bei fucking queers:

Während Kubas Kommunisten bereits laut über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare nachdenken, halluzinieren hiesige Blogger in schlechtem Deutsch noch immer darüber, ob “auch” Fidels Nachfolger Raúl “Homosexuelle und AIDS-Infizierte aka ’soziale Abweichler’ weiterhin verfolgen lässt”. Auch? Weiterhin? Haben wir auf f*queer vielleicht was verpasst? Oder sind da Antikommunisten mal wieder über ihre eigene Propaganda gestolpert?

[…]

“Wir müssen jede Form der Diskriminierung gegen diese Personen abschaffen,” erklärte so etwa auch der kubanische Parlamentspräsident Ricardo Alarcon Anfang 2007. “Der Sozialismus sollte eine Gesellschaft sein, die niemanden ausschließt.” Deshalb sei es jetzt an der Zeit, “das Konzept der Ehe zu redefinieren”.

Derweil eröffnete das kubanische Staatsfernsehen im selben Jahr einen neuen Plot in der beliebtesten Seifenoper des Landes: ein verheirateter Mann verliebt sich in einen anderen. – Die Bevölkerung wird langsam auf die Veränderungen vorbereitet.

“Es ist ein Tribut an die humanistische Essenz der kubanischen Revolution, dass ihre Führung in der Lage war, ihren Fehlern ins Auge zu sehen und den Kurs zu wechseln”, kommentiert begeistert Calvin Tucker im britischen Guardian und wagt eine provokative These: “Kuba ist heute auf dem Weg, das in sozialer Hinsicht liberalste Land der beiden Amerikas zu werden.”

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