Saving Languages

I can’t help feeling that the project of saving languages starts from the false premise that the likeliest prospects for preservation are those with some sort of family connection to the current population of native speakers. We may need a different paradigm. We need to take in each other’s washing.

quoth Ms. DeWitt over @ paperpools

Beyond Poetry

Ted Burke looks at a particularly contrived poem and concludes with this wonderful paragraph

The issue, I think, is that O’Hara and Creeley understood the situations when what the poet thinks of what’s happening inside his poem isn’t important and is, in fact, the least interesting aspect to consider; what’s missed in “Just a Tranquil Darker” is that lack of humility that prevents a writer from forgetting that they are a poet and so be able to get at something out of his control, a phenomenon that just wandered into his perceptual field by the odd chance. There are those things which occur that stop time the slightest bit, amaze and confuse our codes, and then are gone, sketchy and yet vivid, a perception that remains in memory and which changes us a bit each day, each year that follows. Getting these incidences right in poetry –right in feel, tone, texture, pitch—and Hodgen hasn’t done it here. But he did remember that he was a poet, and that is exactly how he chose to behave here, and that’s a shame.

"Israeli-produced, concentration camp fetish-porn paperbacks"

Haven’t seen this movie yet but doesn’t this sound fascinating? I can’t wait to see it.

This is a documentary on the bizarre phenomenon of Israeli-produced, concentration camp fetish-porn paperbacks.


According to interviewees in the film, because of the understandable hesitancy of survivors (and perpetrators) to talk about what went on in these camps in the immediate post-war period, rumor, fantasy, and just plain kink swept in to fill the void.

The earliest “Stalags” (as the genre is called because nearly all have the word in the title) took their cover illustrations from American men’s magazines. The plots all followed a similar pattern: an American or British pilot is shot down behind German lines, he’s imprisoned in a camp run by female Amazonian SS officers who rape and torture him. He eventually turns the tables, rapes and kills his captors, then escapes to tell the tale (the stalags all claim to be translations of first person accounts, though there were never any female officers in the SS).

The books were massive sellers and seemed to fill a basic need to reclaim the power role through fantasy while simultaneously capturing a curious self-loathing (sublimated by casting a rugged Allie pilot in the central role). They were advertised side by side with newspaper accounts of the Eichmann trial and were frequently the first erotica seen by Israeli adolescents. After a prolific two-year period, the books were judged obscene and banned from sale.


The comparison of the underground and overground dissemination of fetishized history is both instructive and disturbing.


classless Kulla erzählt uns, was wir schon immer wissen wollten, in einem ausführlichen sozusagen-faq.

Die überwiegende Mehrzahl dessen, was ich mache und denke, steht nicht in diesem Blog.


Der flauschige rosa Kapuzenpulli stammt aus einem Einkaufszentrum in Halberstadt.

Die meisten Menschen kenne ich nicht; die meisten Bücher und Texte, die es gibt, habe ich nicht gelesen; die meiste Musik nicht gehört.


Sehr viel Musik und Literatur finde ich langweilig.

Ich habe große Probleme mit Leuten, die alles ernstnehmen oder glauben, was ich sage und schreibe. Ich mache mich ständig und gern über die meisten Dinge lustig und finde es seltsam, das immer extra dranschreiben zu müssen.

Correct II

Following this, here’s the mighty George Orwell

The inflated style itself is a kind of euphemism. A mass of Latin words falls upon the facts like soft snow, blurring the outline and covering up all the details. The great enemy of clear language is insincerity. When there is a gap between one’s real and one’s declared aims, one turns as it were instinctively to long words and exhausted idioms, like a cuttlefish spurting out ink. In our age there is no such thing as “keeping out of politics.” All issues are political issues, and politics itself is a mass of lies, evasions, folly, hatred, and schizophrenia. When the general atmosphere is bad, language must suffer.


Die Korrektheit der Sprache ist die Voraussetzung der moralischen Klarheit und der Redlichkeit. Viele Schurkereien und schwere Vergehen entstehen, wenn man die Grammatik und die Syntax verpfuscht, wenn man das Subjekt in den Akkusativ setzt oder das Akkusativobjekt in den Nominativ und so die Karten durcheinanderwirft und zwischen Täter und Opfer die Rollen vertauscht, die Ordnung der Dinge verfälscht und Geschehnisse anderen Ursachen oder Urhebern als den tatsächlichen zuschreibt, Unterscheidungen und Hierarchien in einer betrügerischen Anhäufung von Begriffen und Gefühlen aufhebt und damit die Wahrheit entstellt.

(Claudio Magris)

Communist Bookworms

Excellent idea over @ paperpools:

The odd thing about the people who specialise in decluttering people’s lives is that no one ever talks about the possibility of (shock horror) communal ownership. The alternatives offered are a) private ownership and b) divestment. So you have to choose between having a Greek-English Lexicon in the home, which you consult a few times a year, or not having access to one at all. The idea that you might be better off as a member of a group, so that you all paid once for a book you all might occasionally have use for, and all clubbed together to pay for a place to keep the collection… well, it’s not that it smacks of Communism. It’s not that it’s unAmerican. It’s so absolutely alien it’s not even considered as a possibility.

Teilen und Herrschen

Guter Artikel bei missy:

Es sah so aus, als sei die „Dritte Welle“, wie die aktuelle Frauenbewegung in den USA genannt wird, auch in Deutschland angekommen. Endlich äußerten junge Frauen sich zu einem Thema, das lange Zeit als uncool/unsexy/unwichtig geächtet war: Feminismus. […]

Stattdessen beobachten wir – zusammen mit dem Rest der Bundesrepublik – jetzt mit zunehmendem Ärger und Enttäuschung den öffentlichen Generationenkampf, der derzeit in den Medien inszeniert wird: JUNGE gegen ALTE FEMINISTINNEN bzw. DER NEUE gegen DEN ALTEN FEMINISMUS.

Dabei verhält es sich angeblich so: Die neuen Feministinnen sind hedonistische, geschichtsvergessene Girlies, die Emanzipation mit dem Tragen von Lipgloss und Stilettos gleichsetzen, sich nur für ihre eigenen Karrieren und Beziehungen interessieren und Pornografie und Prostitution „total geil“ finden. Die alten Feministinnen verstehen keinen Spaß, sind total unlocker, was Pornos und gekauften Sex angeht, kämpfen gegen die Verschleierung der muslimischen Frau und wissen nichts von den Problemen der jungen Generation.

Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass ein Großteil der Berichterstattung die vielen verschiedenen feministischen Positionen auf dieses Schema reduziert, befeuern auch einige der Protagonistinnen selbst diese Klischees. […]

Muss das wirklich sein? Im Grunde ist es doch so: DEN FEMINISMUS als homogene Bewegung hat es nie gegeben, nicht Anfang des Jahrhundert während der „Ersten Welle“, nicht in den Siebzigern und nicht heute. Immer schon haben Feministinnen im Laufe der Geschichte viele verschiedene Positionen zu allen möglichen Themen vertreten. Es gibt die, die von einem grundlegenden Unterschied zwischen Männern und Frauen ausgehen und jene, die schon die Konstruktion eines solchen Unterschiedes sexistisch finden. Es gibt Feministinnen, die Pornografie als frauenfeindlich einstufen und andere, die es politisch finden, selbst in Pornos mitzuspielen. Feministinnen aus der weißen Mittelklasse kämpfen gegen ganz andere Probleme als Migrantinnen, lesbische und transsexuelle Feministinnen gegen andere als heterosexuelle.

Diese Meinungsverschiedenheiten und das gegenseitige Abarbeiten aneinander machen das Arbeiten manchmal verdammt anstrengend. Aber sie sind notwendiger Teil des Feminismus und wir wollen sie nicht missen. […] Wenn wir uns nun einreden lassen, es handele sich um ein Generationenproblem, hält uns das nur von wichtigeren Aufgaben ab.

Die Wahrheit ist: Wir wissen zu wenig voneinander. Die Zwanzig- bis Dreißigjährigen sind schlecht informiert über die Geschichte der Frauenbewegung und tappen deshalb allzu oft in die gleichen Fallen wie ihre Vorgängerinnen in den Siebzigern. Die ältere Generation sieht wiederum nicht, dass junge Frauen heute auch politisch aktiv sind – auch wenn dieser Aktivismus andere Formen annimmt als damals. Einige von uns arbeiten nach wie vor an den Themen, die schon für die „zweite Welle“ aktuell waren und es immer noch sind, wie etwa das Recht auf Abtreibung. Für andere ist es wiederum politische Arbeit, in einer Band zu spielen, eine Zeitschrift wie Missy herauszubringen, ein Frauenkulturfestival zu organisieren oder ein Buch über eine 18-Jährige zu schreiben, die sich passioniert mit ihren Körperflüssigkeiten beschäftigt.


Lyrik ist wie ein großes Glockenläuten: damit alle aufhorchen. Damit in einem jeden das aufhorcht, das nicht einem Zweck dient, das nicht verfälscht ist durch die Kompromisse. Und das gilt für das verzweifelte Gedicht und auch für das negative und das ‘ärgerliche’ Gedicht: Es ist ein Glockenläuten. In Wahrheit gibt es kein Gedicht ‘gegen’, das nicht zugleich und weit mehr auch ein Gedicht ‘für’ wäre […].
Und darin besteht auch die Katharsis: in einem letzten Glauben an den Mensch, ohne den Lyrik nicht ist.

Hilde Domin im “Offenen Brief an Nelly Sachs”


As an old Plath fanboy I found this post on bookslut wonderfully correct and beautiful.

There were two kinds of ancient Celtic poets: bards, who learned songs and stories and recited them, minstrel-style, and filid. The fili were visionary poet-magicians. Like bards, they memorized ancient stories and lore, and wrote eulogies and satires. A bard’s satire was just a poem, but a fili’s satire was both poetry and magic. It was a curse, and if a poet sang a satire about you, it would hurt you or sicken you. It was no small thing to anger, betray or disrespect a poet.

Sylvia Plath (1932-1963) was the premier satirist of postwar American girlhood, but that isn’t the only reason her work is so great. She was a lyric poet, unafraid of verse and the beauty, power and menace it can convey. We’re unlucky enough to live in an era when “no rhyming poetry” is a submission guideline for any number of bloodless literary journals, as if Plath and Eliot and Brodsky never existed. There’s a link between rhythm and power in poetry, and Sylvia Plath’s creepy nursery rhyme rhythms and refrains stay with you, viscerally, emotionally, like a comfortless lullaby in a frightening childhood.

Western Tolerance (rant)

I am so sick of all these dumb people “defending the West” against some phantom horde of turks or something, all these people who extol the virtues of ‘The West’ (what an irrelevant description of a place on a round planet!) and demand, yes demand, of immigrants (and they always, always mean Muslim immigrants) that they adhere to the high standards of tolerance espoused by ‘the West’. Yes, YOU, dirty Muslim, if you want to live here, YOU will have to accept and embrace our tolerance for all religions and minorities such as gays, for instance.

Apparently these staunch defenders don’t know their own countries. For example, people in ‘The West’ don’t like gays all that much. The most challenged book in the US is, once again, And Tango Makes Three:

A children’s story about a family of penguins with two fathers once again tops the list of library books the American public objects to the most.

And Tango Makes Three, released in 2005 and co-written by Justin Richardson and Peter Parnell, was the most “challenged” book in U.S. public schools and libraries for the second straight year, according to the American Library Association.

“The complaints are that young children will believe that homosexuality is a lifestyle that is acceptable. The people complaining, of course, don’t agree with that,” Judith Krug, director of the association’s Office for Intellectual Freedom, said in an interview yesterday.

Neither, judging from voices in West Virginia, do they like blacks very much. Or, still the primary, women. But we’re not as bad as them rag heads, right? I hear them proclaim behind their beer hump. Yes there is a difference, even a fairly large one. But it’s a difference in degree, not a difference in kind. And it’s utterly despicable, and dishonest, that so-called cultural differences are played up as if they, in fact were differences in kind, to justify treatment that is unwarranted, racist and entirely unacceptable.


I am growing extremely weary from writing about politics. My brain has become a steam-vat; my body is turning to wax and bad flap; impotence looms; […].
People are beginning to notice, I think, but fuck them. I’m beginning to notice some of
their problems, too.

from Hunter S. Thompson’s Fear and Loathing: On the Campaign Trail ’72


Die großartige Angelika Schrobsdorff über Neonazis und die letzte WM

Ich halte die Neonazis für eine unglückselige Gattung dummer Kerle, die mit Gewalt in die Medien wollen. Ich hoffe, nicht mit ihnen in Berührung zu kommen. Bedroht habe ich mich nur einmal gefühlt, nach dem Endspiel der Fußballweltmeisterschaft. Ich saß mit einer Freundin auf dem Kudamm im Autostau fest, umringt von kreischenden, fahnenschwenkenden Horden. Doch das waren keine Neonazis, sondern biedere, deutsche Bürger, die ihr aufgestautes Selbstvertrauen wiedergefunden hatten.

Es geht ja bald wieder los (bah) mit dem Fußballgezeter und da es schon wieder hier in der Nähe stattfindet, wird es wohl ähnlich penetrant wie vor zwei Jahren sein. Sie verkaufen schon wieder diese furchtbaren Fahnen überall, sie stecken als Beilage in gottverdammten Cornflakespackungen als ich heute einkaufen war, mußte ich durch ein Spalier von Deutschlandfahnen, die der brave Filialleiter an alle Regale geklebt hatte. Bah. Kann ich über Sommer nicht wegziehen?



Der Hase ist ein kleines Tier,
kleiner als ich, kleiner als ihr.

Er mümmelt süß den ganzen Tag
weil er das Mümmeln gerne mag.

Oh nun schau her:
jetzt blinzelt er!


Auf einer Wiese liegt ein Hase
der hat eine große Nase.

Wegen dieser riesen Nase
heißt er großer Niesehase,

denn streift ihn mal ein Gräschen
an seinem kleinen Näschen,

dann muss er so fürchterlich niesen,
dass alle Jäger auf ihn schießen,

doch er entkommt ja immer wieder
und singt im Gras laut Häschenlieder.


Der müde kleine Frierehase
hat eine rote Frierenase.
Bald ist er tot dann hat er Ruh,
dann macht er schnell die Äuglein zu.


In dem großen Häschenwald
ist es heute bitterkalt.

Der Hase friert und zittert sehr:
für ihn muß eine Decke her!

Ein bißchen Sonne bitte auch
auf seinen kleinen Häschenbauch!

Und der Winter dräut und droht:
das Häschen ist nun sehr in Not.

Doch schau! mit einem Sonnenrest
macht es sich ein warmes Nest.


Im Schnee spielt gern das kleine Häschen
steckt sich ein Mörchen in das Näschen
Es trägt dazu nen schwarzen Hut:
so geht es dem Häschen gut.


Im Grase liegt der Hase
völlig ohne Nase.

Denn jetzt hat der Nasenmann
des Hasens süße Nase an.

Traurig liegt -ganz ohne Nase-
im nassen Gras der arme Hase.

Nattering Nabobs

Once again, listening to Clinton, who says that she alone can deliver the white worker vote, the part of the vote, she maintains, that really counts, it’s then-and-now time:

“He’d be a fine President,” they say, But of course he can’t possibly win.”
Why not?
Well, […] their reasoning appears to be rooted in the hazy idea that the people who could make McGovern President – that huge & confused coalition of students, freaks, blacks, anti-war activists & dazed dropouts – won’t even bother to register, much less drag themselves to the polls on Election Day.
Maybe so…but it’s hard to recall many candidates, in recent history, who failed to move what is now called “The McGovern Vote” to the polls
if they actually represented it.

from Hunter S. Thompson’s Fear and Loathing: On the Campaign Trail ’72


Interesting statement in the post:

“Western stereotypes surrounding the hijab – the scarf that covers the neck and hair of Muslim women – include the assumption that women are wearing it because of subjugation and religious indoctrination. Some argue that such coverage is used to make women subservient and invisible. But what really makes them invisible is assuming that the women who choose to wear the hijab, the abaya or anything else did not make the choice themselves.”

It does gloss over important issues, but the point is well worth making.


A Change is gonna come?

In light of current discussions in this year’s primaries, especially as far as they concern Obama’s (the ‘Change’ candidate) problems to really sway blue collar voters, the following passage from Thompson’s campaign notes from 1972 struck me as oddly interesting:

“I’ve always thought that the blue-collar vote had to be a source of his strength. […] It always seemed to me that McGovern – not as the anti-war candidate but as the ‘change’ candidate – would appeal more to Middle America than to any other group. They’re the ones with the most to gain from change and they’re the ones who get screwed by the way we do business in this country.”

from Hunter S. Thompson’s Fear and Loathing: On the Campaign Trail ’72

Traduttore, traditore! (1)

The great Imre Kertesz (anyone who gives a fig for my opinions, please feel urged to read this author if you haven’t already!) on being translated:

I really tried to protest against the first translations, but I found complete rejection. The publisher was not willing to do new translations. It was a really bad feeling. It was as if you had a very sane character who has a rendezvous with the reader and the person who shows up is basically a real jerk, with a stammer, bad breath and a foul mouth

"beef and pork are very big here"

Milwaukee is owned by old Germans who moved out of the suburbs about thirty years ago and hired Polaks to run the city for them. The German presence is very heavy here, the pace is very orderly. Even on totally empty downtown streets, nobody crosses against the Red Light. […] There is no room in the good German mind for flashes of personal anarchy.

Hunter S. Thompson, Fear and Loathing: On the Campaign Trail ’72

Der Freund meines Feindes, nein, der Feind, nein, wie war das noch mal?

Albernes (wiedermal) bei Lizas Welt, wo die Autorin in einem Artikel über Frau Amirpur schreibt

Man kann es nicht einmal mehr Appeasement nennen, was die promovierte Koranexegetin betreibt – es ist eine Form von Kollaboration.

Denn wenn man schon nicht die gleiche, wie selbstverständlich RICHTIGE, Meinung vertritt wie Liza, hat man nicht einfach unrecht, nein, im Grunde arbeitet man dem FEIND zu. Subtilitäten sind da reine Korinthenkackerei, nuschelt sie einem ins Ohr, zumindest bei diesem Thema. Man möchte es nochmals unterstreichen. FEIND. Daß das klar ist. Der Feind ist der Feind und der muß WEG! *hust* So einfach kann die Welt gleich sein. Ach ist das lustig. Ein paar Scheiben Jingoismus, eine Messerspitze Rassismus und ein gehäufter Löffel Sexismus, fertig ist die Pampe. Na, Appetit?

Liza schließt mit einem bedauernden (und bedauernswerten) Nachsatz

Leider ist das hierzulande nicht strafbar

In ganz verzweifelten Momenten denk ich das zugegebenermaßen auch. Frau Amirpur meine ich damit aber nicht.

Race & Gender

Maureen Dowd points to a fascinating, -if saddening- case of (overcoming?) race and gender and the consequence of that.

Barack Obama is going to get down if it kills him.

[…] Checking out what the vets were drinking, he announced, “I’m going to have a Bud.” Then, showing he’s a smart guy who can learn and assimilate, he took big swigs from his beer can, a marked improvement on the delicate sip he took at a brewery in Bethlehem, Pa.

Obama is also doing his best to impress hoop-crazed Hoosiers with his passion for basketball. On Thursday night, in shirt and tie, he took on an eighth grader named Aaron at a backyard picnic in Union Mills in an impromptu game of P-I-G. “You know, he’s tough,” Obama laughed about his 14-year-old opponent. “He’s like Hillary Clinton.”

The lioness of Chappaqua is hot on the trail of the Chicago gazelle, eager to gnaw him to pieces, like a harrowing scene out of a George Stubbs painting.

Proclaiming that the upcoming elections in Indiana and North Carolina would be “a game changer,” Hillary and her posse pressed hard on their noble twin themes of emasculation and elitism.

Cherry-bombing the word “pansy” into the discourse, Gov. Mike Easley of North Carolina said Hillary made “Rocky Balboa look like a pansy.”

Paul Gipson, president of a steelworkers local in Portage, Ind., hailed her “testicular fortitude,” before ripping into “Gucci-wearing, latte-drinking, self-centered, egotistical people that have damaged our lifestyle.”

James Carville helpfully told Eleanor Clift of Newsweek that if Hillary gave Obama one of her vehicles of testicular fortitude, “they’d both have two.”

and later

Obama, on the other hand, may seem esoteric, and sometimes looks haughty or put-upon when he should merely offer that ensorcelling smile. But he is very well liked by his Secret Service agents, and shoots hoops with them. And I watched him take the time one night after a long day of campaigning to stand and take individual pictures with a squadron of Dallas motorcycle police officers on the tarmac.

It must be hard for Obama, having applied all his energy over the years to rising above the rough spots in his background, making whites comfortable with him, striving to become the sophisticated, silky political star who looks supremely comfortable in a tux. Now he must go into reverse and stoop to conquer with cornball photo ops.

Sentimentalitäten im mp3-Land

Schöne Feststellung in der Testcard:

So wie dem analogen, “warmen” Klang des Vinyls mit der Einführung der CD eine besondere ‘Authentizität’ zugeschrieben wurde, werden CDs inzwischen als besonders ‘authentisch’ wahrgenommen. Angesichts der Musik, die teilweise nur noch auf Festplatten gespeichert wird, keinen weiteren materiellen Träger mehr braucht, zur reinen Information geronnen ist und mit großer Leichtigkeit manipuliert werden kann. Ganz als müsse der Tonträger für den nicht mehr anwesenden Musiker einstehen, als sei der nicht mal mehr an einen Bestimmten Tonträger gebundene Klang besonders “unwirklich”.

Oona Leganovic in der Testcard # 15: The Medium is the Mess(2006)

Democrats campaigning like Republicans

Reading HST’s 1972 campaign notes, I have to think of remarks as in this Dowd column. Here’s Thompson on covering Ed Muskie:

That scene was pure Nixon – so much like a pep rally set at a Young Republican Club that I was reminded of a conversation I’d had earlier with a reporter from Atlanta. “You know,” he said. “It’s taken me half the goddamn day to figure out what it is that bothers me about these people.” He nodded toward a group of clean-cut young Muskie staffers at the other end of the car. “I’ve covered a lot of Democratic campaigns,” he continued. “But I’d never felt out of place before […].”
“I know what you mean,” I said.
“Sure,” he said. “It’s obvious – and I’ve finally figured out why.” He chuckled and looked at the Muskie people again. “You know what it is?” he said. “It’s because these people act like goddamned Republicans! That’s the problem. It took me a while but I finally figured it out.”

from Hunter S. Thompson’s incredible Fear and Loathing: On the Campaign Trail ’72

The Catholic Vote

Berlinerblau speculates

At 8:24 pm the Obama people sent out: “BREAKING: Obama Overperforms Among Catholics and Wins Protestants.” That claim was somewhat difficult to reconcile with the note I received at 9:28 from the opposing camp: “FYI: PA Religious Exit Polling – Clinton wins Catholic, Protestant and Jewish Voters.” This was followed at 10:38 by the rather un-Christian “FYI: Dallas Morning News Religion Blog: “Hillary Clinton whups [Barack Obama in the Largest Categories]”

Leaving the claims about Protestants aside for now, let me confirm that Clinton did in fact carry Catholics by a bruising 68% to 32%. This statistic is lending credence to a growing chorus of analysts who say Obama has a problem with this constituency.

We will, undoubtedly, be discussing this at length in coming weeks. Permit me to briefly float one explanation for this state of affairs. I wish to claim–and I stress this is a first-go hypothesis–that Obama fares poorly among Catholics for the same reason that Huckabee did. Namely, these Americans are put off by Protestant presidential candidates who go too heavy on the Faith and Values stuff.

Admittedly, my hypothesis runs into difficulties when we recall that Catholics gave the majority of their votes to George W. Bush in 2004. Then again, strange as it may sound, Bush’s rhetoric was rarely as relentlessly Christ-y as that of Huck and Obama.