Marxissimus

Bei Kulla eine knappe aber konzise Kritik an einem Angriff des Gegenstandpunkts auf die Marxismusbücher von Michael Heinrich. Dabei folgt der Angriff einem bekannten und alten Denkmuster (das ich persönlich ‘Lukacs-Marxismus’ nenne, obwohl das unfair dem großen Herrn Lukacs gegenüber ist), das Kulla korrekt aufdeckt:

Hier scheint nun Heinrichs Argument falsch zu sein wegen des unerwünschten Schlusses, bei dem er “landet”. Auch im folgenden wird Heinrich dafür kritisiert, daß er “ganz auf der Ebene der moralischen Schuldfrage” bleibt und sie verneint; daß ihm “offenbar nichts wichtiger” sei, “als die ökonomisch Mächtigen aus der Schusslinie zu nehmen”; ja, daß er “die Kapitalisten” “entlastet”. Dabei haben wir es hier weitgehend mit Unterstellungen zu tun.

Heinrich weist lediglich immer wieder darauf hin, daß das Handeln der “ökonomisch Mächtigen” nicht schlimmer ist als das, was alle anderen tun, sofern sie das Funktionieren des kapitalistischen Systems aufrechterhalten. […]

Und was ist mit den Arbeitern? Die gelten dem GSP vor allem als “Opfer der Produktionsweise”. Von ihrem eigenen Interesse als Lohnarbeitskraftbehälter und Warenbesitzer – keine Rede. Von ihrer immer wieder demonstrierten Bereitschaft, die herrschende Ordnung zu verteidigen, ja noch zu verschärfen – kein Wort.

Bemerkenswert – und lesenwert (wenn auch schwerlich informativ) auch die auf die auf den Post folgende, außerordentlich knochenköpfige Diskussion.

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