Stand der Dinge

classless Kulla macht sich Luft

Der Verschwörungsdiskurs funktioniert eben kaum wie bei Wilson, nichtmals so outright kaputt wie bei Alex Jones wird es noch, nein, solche wie Wojna und Bröckers ergießen ihr humorloses Unverständnis ins Netz, und auf zahllosen sich linksradikal gerierenden MySpace-Profilen werden ähnlich originelle “Fragen” zu 9/11 und “Beweisvideos” verlinkt. Hacker, von denen ich mir bis vor kurzem einreden konnte, sie würden diskordisches Gedankengut wiederbeleben, kämpfen dafür, daß ihr geliebtes Europa nicht wie Amerika wird und scheinen mittlerweile in einer ähnlichen “Vermittlungs”-Falle zu sitzen wie Linksradikale – sich als Avantgarde verstehen, der aber keiner nachfolgt. Kommunisten sind hauptsächlich damit beschäftigt, sich gegenseitig ritualisiert anzukacken. Die GSPler werfen allen anderen vor, sie würden sich nicht die ganze Zeit dem “einzigen Zweck” widmen, halten Antifa für Ablenkung und glauben an die Wunderwirkung des Arguments, für dessen Richtigkeit sie demnächst wohl Meßgeräte entwicklen werden. Dann gibt es Stalinos wie “Produktionsverhältnisse” oder den Nervensack Lyzi, der sich über “Zensur” beschwert und sich in seinen Nebensätzen verläuft. Ansonsten überwiegt eine Mischung aus 68er-Revivalists und dem, was Wertmüller so schön “Volkskommunisten” nennt. Speaking of Wertmüller, der hat auch schon lange aufgehört, Zankäpfel zu rollen, sondern wirft jetzt eher mit faulem Obst nach Gremliza. Der wiederum entschuldigt sich einem Leserbrief gegenüber, eine Anzeige abgedruckt zu haben, in der eine Neufassung von Biebersteins Standardwerk zur “Verschwörungsthese” beworben wurde, weil Bieberstein Stichwortgeber für Homann und daher alles Bieberstein schlecht. And so on: war der Staat oder die Warenform zuerst da? And so forth: gibt es Unterschiede zwischen bürgerlichen Staaten? And so on: “Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus” ist eine antikommunistische Parole. And so forth: Die Beschäftigung mit xy leistet doch soundso Vorschub oder lenkt von demunddem ab. And so on, and so forth.

First Languages

Metrical poetry is about: breath. Breath as an intake and a flow. Breath as a pattern. Breath as an indicator, perhaps the most vital one, of mood. Breath as our own personal tie with all the rhythms of the natural world, of which we are a part, from which we can never break apart while we live. Breath as our first language.

First paragraph of Mary Oliver’s Rules for the Dance

Nussbaum Speaking

University of Chicago Law Professor Martha Nussbaum traces the philosophical and historical origins of the American tradition of liberty of conscience by looking at the career and writings of Roger Williams, founder of Rhode Island and author of important works about religious freedom. Series: “UC Berkeley Graduate Council Lectures” [2/2007]

(via Night Hauling)